Vergleiche
Lexware Office vs. FastBill: Welches Tool ist besser? (2026)
27. Juni 2026 · 9 Min Lesezeit
Lexware Office und FastBill zählen zu den bekanntesten Rechnungs- und Buchhaltungslösungen für Selbstständige in Deutschland – verfolgen aber sehr unterschiedliche Ansätze. Lexware Office ist der Buchhaltungs-Allrounder mit der besten DATEV-Integration am Markt und vollständiger Buchhaltung. FastBill ist das schlanke, besonders einfach bedienbare Rechnungstool, das E-Rechnungen schon im günstigsten Tarif beherrscht. In der Gesamtnote liegt Lexware Office vorn – welches Tool für dich das richtige ist, hängt aber stark von deinem Arbeitsalltag ab.
Inhalt
Das Urteil auf einen Blick
Beide Tools haben wir unabhängig getestet und bewertet – die Noten sind nicht von Partnerschaften beeinflusst. In der Gesamtnote liegt Lexware Office vorn, aber die beiden zielen auf unterschiedliche Bedürfnisse:
Lexware Office
Der Buchhaltungs-Allrounder: beste DATEV-Integration am Markt, vollständige Buchhaltung und enge Steuerberater-Anbindung. Stark für alle, die mehr als nur Rechnungen brauchen.
FastBill
Das schlanke Rechnungstool mit der einfachsten Bedienung im Vergleich – E-Rechnung schon im günstigsten Tarif und eine starke Zeiterfassung direkt eingebaut.
Lexware Office und FastBill im Überblick
Lexware Office (ehemals lexoffice) ist die meistgenutzte Buchhaltungs- und Rechnungssoftware für Selbstständige und kleine Unternehmen in Deutschland. Über 500.000 Nutzer und mehr als 50.000 angeschlossene Steuerberater machen die Cloud-Lösung der Haufe Group zum Standard – besonders bei Freelancern, die eng mit ihrem Steuerbüro zusammenarbeiten. Die Software deckt den gesamten Workflow von der Rechnung über die Buchhaltung bis zur Umsatzsteuervoranmeldung ab.
FastBill aus Frankfurt gibt es seit 2011, heute nutzen es über 70.000 Kunden. Der Anbieter konzentriert sich auf das, was Solo-Selbstständige täglich brauchen: schnell Rechnungen schreiben, Zeiten erfassen, Belege erfassen und die Umsatzsteuervoranmeldung erledigen – mit einer betont einfachen Oberfläche. Ausführliche Einzelbewertungen findest du in unserem Lexware-Office-Test und im FastBill-Test.
Einstieg, Tarife und kostenloser Test
Eine Gemeinsamkeit vorweg: Beide Tools haben keinen dauerhaft kostenlosen Tarif. Lexware Office lässt sich 30 Tage kostenlos mit vollem Funktionsumfang testen, FastBill 14 Tage – danach ist in beiden Fällen ein Abo nötig.
Lexware Office bietet vier aufeinander aufbauende Versionen: S (7,90 €), M (12,90 €), L (21,90 €) und XL (32,90 €), jeweils netto pro Monat und monatlich kündbar. FastBill staffelt sich in Solo (10 € monatlich bzw. 9 € im Jahresabo), Plus (15 €/14 €), Pro (30 €/27 €) und Premium (ab 59 €/53 €), ebenfalls netto.
E-Rechnung: ab welchem Tarif?
Hier liegt der wichtigste Unterschied für alle, die vor allem wegen der E-Rechnungspflicht ein Tool suchen. Bei FastBill sind das Erstellen, Versenden und Empfangen von E-Rechnungen in den Formaten XRechnung und ZUGFeRD in allen Tarifen enthalten – also bereits im Solo-Tarif ab 9 € im Jahresabo. Die strukturierten Formate werden automatisch beim Rechnungsversand erzeugt.
Bei Lexware Office ist das Erstellen von E-Rechnungen dagegen erst ab Tarif M (12,90 €) möglich – die günstigste Version S beschränkt sich auf Belegerfassung und Archiv. Wer also möglichst günstig rechtskonforme E-Rechnungen ausstellen will, kommt bei FastBill rund 4 € pro Monat günstiger in den Einstieg.
Auf den Punkt: Geht es dir primär um einen günstigen, einfachen E-Rechnungs-Einstieg, hat FastBill die Nase vorn (E-Rechnung ab Solo). Brauchst du E-Rechnung als Teil einer vollständigen Buchhaltung, relativiert sich der Preisunterschied – dann zählt der größere Funktionsumfang von Lexware Office.
Buchhaltung, Steuer und DATEV
Das ist die klare Domäne von Lexware Office. Ab Tarif L deckt die Software die vollständige Buchhaltung ab – Einnahmen-Überschuss-Rechnung, Umsatzsteuervoranmeldung mit direktem ELSTER-Versand und die Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal ist aber die DATEV-Integration: Über 50.000 Steuerberater arbeiten bereits mit Lexware Office, der Steuerberater bekommt kostenlosen Zugang und kann alle Buchungsdaten direkt in seine Kanzleisoftware übernehmen. Kein anderes Tool am Markt ist so eng mit deutschen Steuerkanzleien verzahnt.
FastBill deckt die Umsatzsteuervoranmeldung per ELSTER und einen DATEV-Export bereits ab dem Solo-Tarif ab, den DATEV-Rechnungsdatenservice ab Pro. Einen automatischen Einnahmen-/Ausgaben-Report gibt es in allen Tarifen; die tiefergehenden steuerlichen Auswertungen – etwa eine fertige EÜR oder BWA für die Abgabe – sind aber den höheren Tarifen vorbehalten. Wer eine günstige, vollwertige Buchhaltung mit abgabefertiger EÜR sucht, stößt bei FastBill in den unteren Tarifen also an Grenzen. Ein Kassenbuch gibt es in keinem Tarif.
Bedienung, Zeiterfassung und Funktionsumfang
FastBill gilt als das am einfachsten zu bedienende Tool im Vergleich – Rechnungen schreiben, Zeiten erfassen und die UStVA übermitteln funktioniert auch ohne Buchhaltungskenntnisse sofort. Ein praktischer Pluspunkt: Eine vollwertige Zeiterfassung ist schon ab dem Solo-Tarif eingebaut und lässt sich direkt in Rechnungen überführen – ideal für alle, die nach Stunden abrechnen.
Lexware Office bietet im Gegenzug den deutlich größeren Funktionsumfang: über 150 Integrationen (darunter Shopify, PayPal, Amazon, Stripe), automatischer Zahlungsabgleich und eine Umsatzsteuerprognose in Echtzeit. Eine eigene Projekt- oder Zeiterfassung gehört allerdings nicht dazu. Dafür wird die Oberfläche im Vergleich zu neueren Wettbewerbern teils als etwas weniger modern empfunden, und einen persönlichen Telefon-Support gibt es im Standard nicht.
Preise im direkten Vergleich
Alle Preise netto zzgl. MwSt., Stand Juni 2026. Lexware-Preise sind die regulären Monatspreise (monatlich kündbar); FastBill-Preise im Jahresabo rund 10 % günstiger als monatlich. Beide Anbieter werben zeitweise mit Rabattaktionen – ein Blick auf die aktuellen Konditionen lohnt sich.
| Kriterium | Lexware Office | FastBill |
|---|---|---|
| Redaktionelle Note | 4,5 / 5 | 4,0 / 5 |
| Kostenlos testen | 30 Tage | 14 Tage |
| Dauerhaft kostenloser Tarif | nein | nein |
| E-Rechnung erstellen (XRechnung/ZUGFeRD) | erst ab Tarif M (12,90 €) | alle Tarife, ab Solo |
| Günstigster Tarif mit E-Rechnung | 12,90 € (M) | 9 € (Solo, jährl.) |
| Vollständige Buchhaltung (EÜR/GuV) | ✓ ab Tarif L | erst in höheren Tarifen |
| DATEV-Integration | Marktführer, Steuerberater-Zugang | Export ab Solo, Datenservice ab Pro |
| Zeiterfassung | nicht enthalten | ✓ ab Solo |
| Integrationen | 150+ | über 30 |
| Einstiegspreis | 7,90 € (S, ohne E-Rechnung) | 9 € (Solo, mit E-Rechnung) |
Lexware Office 30 Tage kostenlos testen
FastBill 14 Tage kostenlos testen
Für wen lohnt sich welches Tool?
Lexware Office ist die bessere Wahl, wenn …
- du eng mit einem Steuerberater zusammenarbeitest und die beste DATEV-Anbindung am Markt willst
- du eine vollständige Buchhaltung mit EÜR, UStVA und GuV aus einer Hand brauchst
- du viele Integrationen nutzt (Shopify, PayPal, Amazon, Stripe und mehr)
- du ein wachsendes Business oder ein kleines Team hast und Funktionstiefe wichtiger ist als der niedrigste Preis
FastBill ist die bessere Wahl, wenn …
- du möglichst günstig und einfach rechtskonforme E-Rechnungen ausstellen willst – schon ab 9 € im Solo-Tarif
- du nach Stunden abrechnest und eine eingebaute Zeiterfassung brauchst
- du die einfachste Bedienung suchst und keine vollständige Buchhaltung benötigst
- du hauptsächlich Rechnungen schreibst und deine UStVA selbst per ELSTER übermittelst
Häufige Fragen zu Lexware Office vs. FastBill
Welches Tool ist günstiger für die E-Rechnung?
FastBill. Dort sind E-Rechnungen in allen Tarifen enthalten – also bereits im Solo-Tarif ab 9 € im Jahresabo. Bei Lexware Office ist das Erstellen von E-Rechnungen erst ab Tarif M für 12,90 € möglich.
Welches Tool ist besser für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater?
Klar Lexware Office. Die DATEV-Integration gilt als die beste am Markt, über 50.000 Steuerberater arbeiten bereits damit, und der Steuerberater erhält einen kostenlosen Zugang. FastBill bietet zwar einen DATEV-Export ab Solo und den DATEV-Rechnungsdatenservice ab Pro, reicht aber an die Tiefe von Lexware Office nicht heran.
Kann ich mit beiden Tools meine vollständige Buchhaltung machen?
Bei Lexware Office ja – die vollständige Buchhaltung inklusive EÜR, UStVA und GuV ist ab Tarif L enthalten. FastBill deckt die UStVA ab Solo ab und liefert in allen Tarifen einen Einnahmen-/Ausgaben-Report; die abgabefertige EÜR und weitergehende Auswertungen gibt es aber erst in den höheren Tarifen. Für eine günstige, vollwertige Buchhaltung ist Lexware Office daher die passendere Wahl.
Gibt es bei Lexware Office oder FastBill einen kostenlosen Tarif?
Nein, beide haben keinen dauerhaft kostenlosen Tarif. Lexware Office lässt sich 30 Tage kostenlos testen, FastBill 14 Tage. Danach ist jeweils ein kostenpflichtiges Abo erforderlich. Wer dauerhaft kostenlos starten möchte, findet in unserem Software-Vergleich Alternativen mit Gratis-Tarif.
Fazit: Lexware Office als Allrounder vorn, FastBill der günstige Einstieg
Unser Vergleichsergebnis
In der Gesamtbewertung liegt Lexware Office (4,5) vor FastBill (4,0). Den Ausschlag geben die unübertroffene DATEV-Integration, die vollständige Buchhaltung und der große Funktionsumfang – Lexware Office ist der Allrounder für alle, die mehr als nur Rechnungen brauchen.
FastBill ist deshalb nicht unterlegen, sondern verfolgt ein anderes Ziel: Wer möglichst günstig und unkompliziert E-Rechnungen ausstellen, nach Stunden abrechnen und die einfachste Bedienung haben will, ist hier besser aufgehoben – und kommt mit der E-Rechnung schon ab 9 € in den Einstieg. Die Entscheidung hängt damit weniger von der Note als von deinem Arbeitsalltag ab.
Allrounder mit bester DATEV-Anbindung
Günstiger E-Rechnungs-Einstieg mit Zeiterfassung
Diesen Artikel hilfreich gefunden?
Dann markiere uns bei Google als bevorzugte Quelle. Du siehst unsere Beiträge zur E-Rechnung künftig häufiger, wenn du danach suchst – ein Klick, danach bist du direkt wieder hier.