Anbieter-Report
FastBill – Der ausführliche Test 2026
Schlankes Rechnungsprogramm aus Frankfurt mit über 70.000 Kunden. Ob FastBill die richtige Wahl für Freelancer und Selbstständige ist – wir haben es genau unter die Lupe genommen.
Anbieter
FastBill GmbH, Frankfurt am Main
Preis ab
9 € / Monat (jährlich, zzgl. MwSt.)
Testmöglichkeit
14 Tage kostenlos, ohne Abo
Vertragslaufzeit
Monatlich oder jährlich (10 % günstiger)
E-Rechnung
Erstellen und empfangen (XRechnung & ZUGFeRD) in allen Tarifen
Nutzerbewertung
4,8 / 5 ausgezeichnet.org · 4,6 / 5 OMR
Kurzzusammenfassung
FastBill ist ein cloudbasiertes Rechnungs- und Buchhaltungsprogramm aus Frankfurt, das seit über zehn Jahren am Markt ist und nach eigenen Angaben mehr als 70.000 Selbstständige und kleine Unternehmen betreut. Der Schwerpunkt liegt klar auf der schnellen, rechtssicheren Rechnungsstellung: Angebote, Rechnungen, Lieferscheine und Mahnungen sind in wenigen Klicks erstellt, und die Oberfläche ist bewusst schlank gehalten.
Ein echter Pluspunkt im Hinblick auf die E-Rechnungspflicht: FastBill unterstützt das Erstellen, Versenden und Empfangen von E-Rechnungen in den Formaten XRechnung und ZUGFeRD bereits im günstigsten Tarif. Damit ist FastBill der preiswerteste Bezahltarif im Testfeld, der beide Richtungen in einem Paket abdeckt. Die Daten liegen GoBD-konform auf Servern in Deutschland („Software made in Germany“). Schwächer ist FastBill dort, wo es um vollwertige Buchhaltung oder eine Steuererklärung direkt ans Finanzamt geht – das ist nicht der Anspruch dieser Software.
Für wen ist FastBill geeignet – und für wen nicht?
✓ Geeignet für
- Freelancer und Solo-Selbstständige mit Rechnungsfokus
- Kleinunternehmer (Kleinunternehmerregelung integriert)
- Online-Händler (Shopify, WooCommerce, Amazon, Jimdo)
- Wer Wert auf eine einfache, schnelle Oberfläche legt
- Wer mit Steuerberater per DATEV zusammenarbeitet
- Nutzer die deutschen Serverstandort schätzen
✗ Weniger geeignet für
- Wer die Steuererklärung direkt ans Finanzamt senden will
- Nutzer die ein dauerhaft kostenloses Tool suchen
- Wer automatisches Mahnwesen ohne Aufpreis erwartet
- GmbH/UG mit komplexer Buchführung (Bilanzierung)
- Wer Telefon-Support im günstigen Tarif braucht
Funktionsumfang im Detail
9,0
9,0
8,0
6,2
7,5
8,0
8,5
7,8
5,5
8,2
E-Rechnung und Rechnungsstellung
Hier liegt die Kernstärke von FastBill. Rechnungen werden über eine übersichtliche Eingabemaske erstellt und erscheinen direkt auf der gewählten Vorlage – Kunden, Leistungen und Arbeitszeiten lassen sich mit wenigen Klicks einfügen. E-Rechnungen in den Formaten XRechnung und ZUGFeRD können erstellt, versendet und empfangen werden, und das bereits im günstigsten Solo-Tarif. Auch Angebote, Lieferscheine, Auftragsbestätigungen und Stornorechnungen sind abgedeckt, ebenso wiederkehrende Rechnungen.
Praktisch ist der Vorab-Check beim Erstellen: FastBill prüft vor dem Versand, ob alle Pflichtangaben vorhanden sind, und zeigt an, welches der beiden Formate sich damit erzeugen lässt und welche Daten gegebenenfalls noch fehlen. Das verhindert genau die Formatfehler, die beim Empfänger auffallen und dort den Vorsteuerabzug gefährden können.
Ein Detail beim Empfang: Laut FastBill-Hilfecenter werden bei eingehenden ZUGFeRD-Rechnungen die eingebetteten XML-Daten automatisch ausgelesen. Bei XRechnungen lassen sich die strukturierten Daten zwar anzeigen und prüfen, die Belegdaten müssen aber derzeit noch manuell erfasst werden – laut Anbieter soll das in einem künftigen Update automatisiert werden. Wer viele XRechnungen empfängt, sollte diesen Zwischenschritt einkalkulieren.
Belege, Banking und Scan-App
FastBill bringt eine eigene Scan-App für iOS und Android mit, die Belege per Texterkennung direkt ins Konto lädt. Über die Banking-Anbindung lassen sich Zahlungseingänge abgleichen und offene Posten im Blick behalten. Der vollautomatische Belegimport aus Online-Portalen ist allerdings ein kostenpflichtiges Add-on bzw. erst im Premium-Tarif enthalten.
Buchhaltung und Steuer
FastBill deckt die vorbereitende Buchhaltung ab: Einnahmen-/Ausgaben-Reports, Umsatzsteuervoranmeldung und den DATEV-Export für den Steuerberater. Was FastBill bewusst nicht bietet, ist eine vollständige Steuererklärung direkt ans Finanzamt – wer das sucht, ist mit einem stärker steuerorientierten Tool besser bedient. Für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater per DATEV ist FastBill aber gut aufgestellt.
Integrationen und Schnittstellen
FastBill bietet über 30 Partnerschnittstellen, eine offene REST-API und eine Zapier-Anbindung, über die sich tausende weitere Tools verbinden lassen. Für Online-Händler sind direkte Anbindungen an Shopify, WooCommerce, Amazon und Jimdo vorhanden – damit lassen sich Verkäufe automatisch in die Rechnungsstellung übernehmen.
E-Rechnung in jedem Tarif: Bei FastBill kann schon im günstigsten Solo-Tarif vollständig mit E-Rechnungen gearbeitet werden – erstellen, versenden und empfangen. Bei einigen Wettbewerbern ist das anders verteilt: Bei Papierkram etwa lassen sich E-Rechnungen im Gratis-Tarif zwar empfangen, XRechnung und ZUGFeRD erstellen aber erst ab dem Bezahltarif S. Bei sevdesk ist es umgekehrt – erstellen geht kostenlos, der Empfang kostet 25,90 € im Monat.
Preismodell transparent erklärt
FastBill bietet vier Tarife die aufeinander aufbauen. Wichtig: Es gibt einen Unterschied zwischen monatlicher und jährlicher Zahlung – bei jährlicher Zahlung sparst du rund 10 %, die Abbuchung erfolgt dann einmal im Jahr. Alle Preise verstehen sich als Nettopreise zuzüglich Mehrwertsteuer.
| Tarif | Jährlich / Monatlich | Hauptfunktionen |
|---|---|---|
| Solo | 9 € / 10 € | Rechnungen, Angebote, E-Rechnung (erstellen und empfangen), Belege, 1 Bankkonto, DATEV-Export |
| Plus Beliebteste | 14 € / 15 € | + 5 Bankkonten, Währungen, Rechnungsanhänge, Lieferscheine, Dokumentenverwaltung |
| Pro | 27 € / 30 € | + 3 Nutzer, wiederkehrende Rechnungen, DATEV-Rechnungsdatenservice, Kundencenter, Zapier |
| Premium | ab 53 € / ab 59 € | + 5 Nutzer, automatischer Bankabgleich & Belegimport, automatisches Mahnwesen, Premium-Support |
Wichtig – auf Add-ons achten: Einige beworbene Komfortfunktionen sind in den unteren Tarifen kostenpflichtige Add-ons. Das vollautomatische Mahnwesen kostet ab 4,90 € pro Monat extra (erst im Premium-Tarif mit 20 Vorgängen inklusive), ebenso der automatische Belegimport (ab 9 € pro Monat). Wer diese Funktionen braucht, sollte den effektiven Monatspreis entsprechend höher kalkulieren.
Alle Tarife können 14 Tage kostenlos und ohne Abo getestet werden – eine dauerhaft kostenlose Version wie bei manchen Wettbewerbern gibt es bei FastBill nicht.
Stärken und Schwächen
Stärken
- E-Rechnung erstellen UND empfangen in allen Tarifen
- Günstigster Bezahltarif für beide Pflichten (9 € / Monat)
- Vorab-Check auf fehlende Pflichtangaben
- Sehr schnelle, einfache Rechnungserstellung
- GoBD-konform, Serverstandort Deutschland
- Eigene Scan-App für Belege
- DATEV-Export ab dem günstigsten Tarif
- Über 30 Integrationen, offene API, Zapier
- Über 10 Jahre am Markt, 70.000+ Kunden
Schwächen
- Vollautomatisches Mahnwesen nur als Add-on / ab Premium
- Automatischer Belegimport kostenpflichtig
- Bei XRechnung-Empfang noch manuelle Belegerfassung
- Keine Steuererklärung direkt ans Finanzamt
- Buchhaltung weniger tief als Komplettlösungen
- Telefon-Support erst im Premium-Tarif
- Kein dauerhaft kostenloser Tarif
USP: E-Rechnung ohne Tarif-Hürde
FastBills größter Pluspunkt im Kontext der E-Rechnungspflicht: Die vollständige E-Rechnungs-Funktion – erstellen, versenden und empfangen in XRechnung und ZUGFeRD – ist in jedem Tarif enthalten, also schon ab 9 € pro Monat. Bei den meisten Wettbewerbern ist mindestens eine der beiden Richtungen an einen höheren Tarif geknüpft. Wer beide Pflichten in einem Paket abdecken will und keinen Gratis-Tarif braucht, bekommt hier den günstigsten Weg.
USP: Schlankheit als Stärke
Wo Komplettlösungen mit Funktionsfülle punkten, setzt FastBill bewusst auf eine aufgeräumte, schnell erlernbare Oberfläche. Für Freelancer und Kleinunternehmer, die kein vollständiges Buchhaltungssystem brauchen, sondern unkompliziert ihren Rechnungsalltag erledigen wollen, ist genau diese Fokussierung der Vorteil – ohne Einarbeitung sofort loslegen.
FastBill 14 Tage kostenlos testen
Alle Funktionen, ohne Abo – E-Rechnung in jedem Tarif.
Vergleich mit direkten Alternativen
| Funktion | FastBill | sevdesk | Lexware Office |
|---|---|---|---|
| E-Rechnung erstellen (XRechnung & ZUGFeRD) | alle Tarife | alle Pläne | ab M (12,90 €) |
| E-Rechnung empfangen | alle Tarife | erst ab 25,90 € | ab S (7,90 €) |
| Rechnungsstellung | stark | stark | |
| Vollständige Buchhaltung | eingeschränkt | ab Buchhaltung (25,90 €) | vorhanden |
| DATEV-Integration | vorhanden | vorhanden | |
| Automatisches Mahnwesen | Add-on / Premium | vorhanden | ab M |
| Kostenloser Tarif | nur 14 Tage Test | 3 Rechnungen/Monat | nur Testphase |
| Preis ab (Monat, zzgl. MwSt.) | 9 € | kostenlos | 7,90 € |
Im direkten Vergleich ist FastBill die beste Wahl, wenn der Schwerpunkt auf schneller, unkomplizierter Rechnungsstellung liegt – und wenn beide E-Rechnungs-Richtungen in einem günstigen Tarif zusammenkommen sollen. sevdesk ist die rundere Komplettlösung mit kostenlosem Einstiegstarif, verlangt für den Empfang aber deutlich mehr. Lexware Office ist die stärkste Wahl, wenn ein Steuerberater involviert ist oder eine vollständige Buchhaltung mit der besten DATEV-Anbindung gebraucht wird.
Bereit für 2027? Welcher Tarif welche Pflicht erfüllt
Die E-Rechnungspflicht besteht aus zwei getrennten Pflichten – Empfangen seit 2025, Ausstellen ab 2027 beziehungsweise 2028. FastBill macht dabei etwas, das im Testfeld selten ist: Es packt beide in den günstigsten Tarif.
| Deine Situation | Was du brauchst | Tarif |
|---|---|---|
| Du musst E-Rechnungen nur empfangen (Pflicht für alle seit 2025) | XRechnung und ZUGFeRD annehmen und verarbeiten | Solo – 9 € |
| Du bist Kleinunternehmer und bleibst vom Ausstellen befreit | dauerhaft nur Empfang | Solo – 9 € |
| Dein Vorjahresumsatz liegt unter 800.000 €: Ausstellen ab 2028 | E-Rechnungen erzeugen und versenden | Solo – 9 € |
| Dein Vorjahresumsatz liegt über 800.000 €: Ausstellen schon ab 2027 | zusätzlich mehrere Nutzer und Automatisierung | Pro – 27 € |
Der Preisvorteil: Mit 9 € pro Monat ist der Solo-Tarif der günstigste Bezahltarif im Testfeld, der beide Richtungen in einem Paket abdeckt. Zum Vergleich: Bei Lexware Office kommen erst ab 12,90 € beide zusammen, bei WISO MeinBüro ab 19,90 €, bei sevdesk ab 25,90 €. Nur wer ganz ohne laufende Kosten auskommen will, findet bei Accountable beide Richtungen im Gratis-Tarif und bei Papierkram immerhin den Empfang.
Was du dazu wissen solltest: Einen dauerhaft kostenlosen Tarif gibt es bei FastBill nicht – nur 14 Tage Test. Und beim Empfang von XRechnungen müssen die Belegdaten laut Hilfecenter derzeit noch manuell erfasst werden, während ZUGFeRD-Dateien automatisch ausgelesen werden. Wer überwiegend XRechnungen bekommt, hat also einen Zwischenschritt mehr, als der Funktionsumfang zunächst vermuten lässt.
Damit du nicht zu viel kaufst: Rechtlich genügt für den Empfang von E-Rechnungen ein E-Mail-Postfach, und zum Lesen einer XRechnung reicht ein kostenloser Viewer – die Finanzverwaltung stellt selbst einen unter e-rechnung.elster.de bereit. Eine Software ist an dieser Stelle Komfort, nicht Pflicht. Beim Ausstellen ab 2027 beziehungsweise 2028 brauchst du dagegen ein Programm, das ein zulässiges Format nach EN 16931 erzeugt.
Welche Stufe für dich gilt, hängt allein am Gesamtumsatz des Vorjahres. Wie diese Grenze berechnet wird – netto, einschließlich der Privatkundenumsätze, aber ohne Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen – erklären wir unter E-Rechnungspflicht ab 800.000 Euro. Wer 2028 dran ist, findet den Ablauf Schritt für Schritt im Umstellungsfahrplan 2028.
Fazit und Empfehlung
Unser Urteil: Empfehlenswert – mit klarem Profil
für Freelancer mit Rechnungsfokus
FastBill ist ein durchdachtes, angenehm schlankes Rechnungsprogramm für Freelancer, Kleinunternehmer und Online-Händler, die vor allem schnell und rechtssicher Rechnungen schreiben wollen. Dass E-Rechnungen in jedem Tarif erstellt und empfangen werden können und die Daten GoBD-konform in Deutschland liegen, sind echte Pluspunkte.
Im Hinblick auf die E-Rechnungspflicht ist das der eigentliche Wert: Für 9 € im Monat sind beide Pflichten abgedeckt – günstiger geht es nur mit einem Gratis-Tarif bei einem anderen Anbieter.
Abzüge gibt es, weil einige nützliche Automatisierungen erst als Add-on oder im teuren Premium-Tarif dazukommen und FastBill keine vollwertige Buchhaltung oder Steuererklärung ans Finanzamt abdeckt. Wer eine Komplettlösung sucht, ist mit sevdesk oder Lexware Office besser bedient – wer genau das nicht braucht, bekommt mit FastBill ein solides, faires Werkzeug.