Beste E-Rechnungssoftware für Freiberufler 2026: 6 Tools im Vergleich

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Software für Freiberufler 2026: Die 6 besten Tools im Vergleich

9. Juni 2026 · 10 Min Lesezeit

Die beste Software für Freiberufler ist die, die zu deiner Arbeitsweise passt: sevdesk überzeugt als moderne Allround-Lösung, Lexware Office als Marktführer mit bester Steuerberater-Anbindung, Papierkram beim kostenlosen Einstieg, Accountable bei der eigenen Steuererklärung und FastBill beim schlanken Rechnungschreiben mit Zeiterfassung. Wir haben sechs Tools verglichen und zeigen, für welchen Freiberufler-Typ welches die beste Wahl ist.

Worauf Freiberufler bei der Auswahl achten sollten

Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle Unternehmen – auch Freiberufler – E-Rechnungen im Format XRechnung oder ZUGFeRD empfangen können. Den selbst ausstellen musst du je nach Umsatz ab 2027 oder 2028. Welche Pflichten genau für dich gelten und ob du als Kleinunternehmer Ausnahmen hast, erklären wir ausführlich im Ratgeber E-Rechnung für Freiberufler: Pflicht und Ausnahmen. In diesem Artikel geht es um die passende Software dazu.

Bei der Auswahl einer Software für Freiberufler zählen vor allem vier Dinge: ein günstiger oder kostenloser Einstieg, eine echte E-Rechnung-Unterstützung (XRechnung und ZUGFeRD), eine einfache Bedienung ohne Buchhaltungs-Ballast und – falls du mit einem Steuerberater arbeitest – eine saubere DATEV-Anbindung. Je nachdem, was davon für dich am wichtigsten ist, fällt die Wahl anders aus. Genau danach ist diese Liste sortiert – nach Anwendungsfall, nicht nach Note.

Erstellen und Empfangen sind zwei verschiedene Dinge. Viele Tarife können nur eines von beidem, und die Preisunterschiede sind erheblich. Achte deshalb bei jedem Tarif getrennt darauf, ob du damit E-Rechnungen ausstellen und ob du sie empfangen kannst. Genau daran scheitern die meisten Fehlkäufe.

1. sevdesk – beste Allround-Lösung

Unsere Empfehlung für die meisten Freiberufler

sevdesk

★★★★4,3 / 5

Kostenlos / ab 12,90 € pro Monat (Tarif Rechnung)

sevdesk verbindet eine moderne, aufgeräumte Oberfläche mit starker Automatisierung und einer ausgezeichneten App. Schon der kostenlose Tarif erlaubt das Ausstellen von E-Rechnungen (XRechnung und ZUGFeRD, bis zu drei pro Monat), und das Tool wächst vom ersten Auftrag bis zur vollständigen Buchhaltung mit. Der Haken liegt beim Empfang: Eingehende E-Rechnungen verarbeitet sevdesk erst ab dem Tarif Buchhaltung für 25,90 € – deutlich später als bei Papierkram oder easybill, wo das schon im Gratis-Tarif funktioniert.

Beste für: Freiberufler, die eine moderne Komplettlösung suchen, die mitwächst.

2. Lexware Office – beste Steuerberater-Anbindung

Lexware Office

★★★★★4,5 / 5

ab 7,90 € (Tarif S, reine Belegerfassung) · Rechnungen ab Tarif M, 12,90 € pro Monat

Lexware Office (früher lexoffice) ist der Marktführer in Deutschland und hat die mit Abstand tiefste DATEV-Integration – ein klarer Vorteil, wenn du eng mit einem Steuerberater zusammenarbeitest. XRechnung und ZUGFeRD werden ab dem Rechnungstarif M unterstützt, eine vollständige Buchhaltung mit Umsatzsteuervoranmeldung und EÜR gibt es ab Tarif L. Wichtig zu wissen: Der günstige S-Tarif ist reine Belegerfassung – Rechnungen schreibst du erst ab M. Dafür ist der Empfang von E-Rechnungen schon im S-Tarif enthalten, das ist der günstigste Einstieg für diese Pflicht im ganzen Feld.

Beste für: Freiberufler, die mit einem Steuerberater arbeiten oder eine vollwertige Buchhaltung aus einer Hand wollen.

3. Papierkram – bester kostenloser Einstieg

Papierkram

★★★★4,3 / 5

Kostenlos / ab 9,90 € pro Monat (Tarif S, im Jahresabo)

Papierkram ist eine Buchhaltung aus Deutschland mit einem ungewöhnlich starken Gratis-Tarif: Projektverwaltung, Zeiterfassung und Kassenbuch sind schon kostenlos dabei, ebenso der Empfang von E-Rechnungen. Das Erstellen echter XRechnungen und ZUGFeRD-Rechnungen ist ab dem günstigen Tarif S enthalten. Für projektbasiert arbeitende Freiberufler, die Stunden erfassen und abrechnen, ist das eine ideale und günstige Kombination.

Beste für: Projektarbeiter und alle, die kostenlos oder besonders günstig starten wollen.

4. Accountable – beste Wahl für die eigene Steuererklärung

Accountable

★★★★4,2 / 5

Kostenlos / ab 9,90 € pro Monat (Tarif Plus, im Jahresabo)

Accountable ist eine app-first Steuer-App speziell für Solo-Selbstständige. Das Besondere: Umsatzsteuervoranmeldung, Einkommen- und Gewerbesteuererklärung lassen sich direkt aus der App über ELSTER ans Finanzamt schicken – inklusive kostenlosem Geschäftskonto. Schon im Gratis-Tarif lassen sich E-Rechnungen (XRechnung und ZUGFeRD) versenden und empfangen – damit ist Accountable einer von nur zwei Anbietern, die beide Pflichten kostenlos abdecken. Accountable richtet sich ausschließlich an Einzelunternehmer und unterstützt die EÜR.

Beste für: Solo-Freiberufler, die ihre Steuererklärung selbst per App machen und kein Steuerbüro beauftragen wollen.

5. FastBill – schlankes Rechnungschreiben mit Zeiterfassung

FastBill

★★★★4,0 / 5

ab 9,00 € pro Monat (Tarif Solo, im Jahresabo) · kein Gratis-Tarif, 14 Tage Test

FastBill wurde ursprünglich für Freelancer entwickelt und hat die schlankste Bedienung im Feld. XRechnung und ZUGFeRD werden in allen Tarifen automatisch beim Versand erzeugt, und die integrierte Zeiterfassung mit Live-Timer gehört zu den besten überhaupt – Stunden landen direkt in der Rechnung. Umsatzsteuervoranmeldung und DATEV-Export sind ab dem günstigsten Solo-Tarif dabei. Die vollständige EÜR gibt es allerdings erst im Premium-Tarif.

Beste für: Freiberufler, die schnell Rechnungen schreiben und Stunden direkt abrechnen wollen, ohne Buchhaltungs-Ballast.

6. easybill – für Freiberufler mit Online-Handel

easybill

★★★★4,0 / 5

Kostenlos / ab 12,00 € pro Monat (Tarif Starter, im Jahresabo)

easybill ist ein spezialisiertes Rechnungstool mit der stärksten E-Commerce-Anbindung im Feld – über 50 Shops und Marktplätze wie Amazon, eBay und Shopify lassen sich anbinden. E-Rechnung (Versand und Empfang) ist in allen Tarifen inklusive Free dabei; im Gratis-Tarif allerdings begrenzt auf drei Kontakte. Für klassische Freiberufler ist es nur dann die erste Wahl, wenn nebenbei ein Online-Handel läuft oder sehr viele Rechnungen automatisiert entstehen – eine echte Buchhaltung bietet easybill bewusst nicht.

Beste für: Freiberufler mit Online-Shop oder hohem, automatisiertem Rechnungsvolumen.

Alle Tools im Überblick

Tool Note Preis ab E-Rechnung erstellen E-Rechnung empfangen Beste für
Lexware Office 4,5 7,90 € (Tarif S) ab Tarif M (12,90 €) ab Tarif S (7,90 €) Steuerberater-Anbindung
sevdesk 4,3 kostenlos / 12,90 € ab Free (3/Monat) ab 25,90 € Allround
Papierkram 4,3 kostenlos / 9,90 € ab Tarif S (9,90 €) ab Free Projektarbeit, Gratis-Start
Accountable 4,2 kostenlos / 9,90 € ab Free ab Free eigene Steuererklärung
FastBill 4,0 9,00 € (kein Free) alle Tarife alle Tarife schlankes Rechnen + Zeiten
easybill 4,0 kostenlos / 12,00 € ab Free ab Free (3 Kontakte) Online-Handel

Alle Preise netto zzgl. MwSt., Stand Juni 2026, reguläre Preise im Jahresabo. Sortiert nach Note – die Reihenfolge im Artikel oben folgt dagegen dem Anwendungsfall. Detaillierte Bewertungen findest du im jeweiligen Test-Bericht, eine vollständige Übersicht aller Anbieter in unserem großen Rechnungssoftware-Vergleich.

Häufige Fragen

Welche Software ist für Freiberufler die beste?

Für die meisten Freiberufler ist sevdesk die beste Allround-Lösung, weil es modern, einfach und zukunftssicher ist und schon kostenlos E-Rechnungen ausstellt. Wer eng mit einem Steuerberater arbeitet, ist mit Lexware Office besser bedient, wer günstig starten will mit Papierkram.

Welches Tool kann E-Rechnungen kostenlos empfangen?

Papierkram, Accountable und easybill bieten den Empfang schon im Gratis-Tarif. Bei sevdesk ist er erst ab dem Tarif Buchhaltung für 25,90 € enthalten, bei Lexware Office ab dem S-Tarif für 7,90 € – das ist der günstigste Bezahltarif im Feld, der diese Pflicht abdeckt.

Gibt es kostenlose Software für Freiberufler?

Ja. sevdesk, Papierkram, Accountable und easybill bieten einen dauerhaft kostenlosen Tarif, mit dem sich E-Rechnungen empfangen und teils auch ausstellen lassen. Eine Übersicht findest du in unserem Ratgeber zu kostenloser E-Rechnung-Software.

Muss ich als Freiberufler überhaupt E-Rechnungen ausstellen?

Empfangen musst du E-Rechnungen seit 2025. Ausstellen musst du je nach Umsatz ab 2027 oder 2028 – Kleinunternehmer sind vom Ausstellen befreit, solange sie die Regelung nutzen. Die Details erklären wir im Ratgeber E-Rechnung für Freiberufler.

Was kostet eine gute Software für Freiberufler?

Die kostenpflichtigen Einstiegstarife liegen meist zwischen 9 und 13 Euro netto pro Monat. Mehrere Anbieter haben zusätzlich einen kostenlosen Tarif, der für den Anfang ausreichen kann.

Fazit: Die beste Wahl hängt von deinem Arbeitsalltag ab

Unser Vergleichsergebnis

Es gibt nicht die eine beste Software für Freiberufler – aber für jeden Typ eine klar beste Wahl. sevdesk (4,3) ist die runderste Allround-Lösung, Lexware Office (4,5) die erste Wahl bei enger Steuerberater-Zusammenarbeit. Papierkram (4,3) punktet beim kostenlosen Einstieg, Accountable (4,2) bei der eigenen Steuererklärung und FastBill (4,0) beim schlanken Rechnungschreiben mit Zeiterfassung.

Wenn du nur eine Sache prüfst, bevor du dich festlegst: Schau nach, ob dein Wunschtarif E-Rechnungen sowohl ausstellen als auch empfangen kann. Das ist der Punkt, an dem die Tarife sich am stärksten unterscheiden – und der teuerste Irrtum, wenn man ihn übersieht.

Unser Tipp: Fast alle bieten einen kostenlosen Tarif oder eine Testphase. Probiere die ein bis zwei Favoriten aus deiner Kategorie aus, bevor du dich festlegst – so findest du das Tool, das sich für dich am natürlichsten anfühlt.

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